Mammografie

Anerkanntermaßen stellt die Mammografie heute immer noch die wichtigste Untersuchungsmethode zur Früherkennung von Brustkrebs. Sie wird in verschiedenen Ländern als Screeningverfahren zur Früerkennung von Brustkrebs eingesetzt. Besonders wichtig ist sie in solchen Stadien, in denen ein eventueller Tumor noch brusterhaltend operiert werden kann. Weiteres Anwendungsfeld ist in diesem Zusammenhang die Markierung suspekter Herde vor einer Operation um das OP-Gebiet klein zu halten und die Radiografie des Präparates zur Feststellung, ob der verdächtige Bereich erfasst wurde.

 

MammografieWann zur Mammografie?
Im Rahmen der Früherkennung wird die Untersuchung im 1-Jahres-Abstand ab einem Alter von 40 Jahren empfohlen Hiervon ausgenommen sind solche Frauen, bei denen aufgrund der Familienvorgeschichte ein hohes Brustkrebsrisiko anzunehmen ist (z.B. Erkrankung an Mamma- u./o. Ovarialkarzinom in der Familie) und im Rahmen der Tumornachsorge bei Mammakarzinom. Bei diesen Frauen wird ein individuell optimaler Untersuchungszeitpunkt bestimmt.

Bester Zeitpunkt für die Untersuchung: zweite Zykluswoche, es sollen keine Hormone (Gestagene) appliziert worden sein. Eine Schwangerschaft muß ausgeschlossen sein.

 

Was der Arzt vor der Bildinterpretation wissen muß ?


  • Eine evtl. kurz zurückliegende Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Evtl. Hormoneinnahme (auch z.B. Schilddrüsenhormone)
  • Operation oder Bestrahlung (tumoröse Veränderungen können z.B. vorgetäuscht oder verborgen werden)
  • Auf eventuelle Voraufnahmen soll hingewiesen werden. Am besten sollen sie zur Untersuchung mitgebracht werden

 

Zur Qualitätssicherung werden die Aufnahmen von mindestens zwei erfahrenen Ärzten beurteilt.

 

Vorbereitung und Ablauf der Untersuchung:

Die Brust sollte nicht gecremt oder gepudert sein. Für die Röntgenaufnahme sowie für die Inspektion (äußere Betrachtung) und Palpation(Tastuntersuchung) muß der Oberkörper freigemacht werden. Die Untersuchung erfolgt im Stehen oder Sitzen. Die Brust wird von der MTRA in dem Gerät positioniert und komprimiert. Die Kompression ist extrem wichtig, weil durch das Ausbreiten der Brust kleinste Karzinome sichtbar werden und die Strahlendosis verringert wird. Die Mammografie wird üblicherweise in zwei Ebenen vorgenommen. Gelegentlich ist eine zusätzliche Ebene oder Vergrößerungsaufnahme notwendig.

 

Angst vor der Strahlenbelastung ?
Bei der Mammografie werden im Vergleich zu Röntgenuntersuchungen in anderen Körperbereichen extrem hohe Anforderungen an Gerätetechnik, Bildqualität und Aufnahmetechnik gestellt. Um möglichst niedrigste Strahlenbelastung zu erzielen und dennoch eine gute Bildqualität zu erhalten, benutzen wir ein hochmodernes Gerät, das einer regelmäßigen Prüfung unterliegt. Ausreichende Kompression der Brust senkt die Strahlendosis zusätzlich erheblich und verbessert die Bildqualität. Das Gerät sucht sich individuell die notwendige Dosis, d.h. es stellt automatisch die geringst notwendige Strahlendosis für die untersuchte Brust ein! Es erfolgt somit eine maximal strahlensparende Untersuchung. Die Strahlenexposition für eine Mammauntersuchung bds. mit jeweils zwei Aufnahmen entspricht etwa der natürlichen Strahlenexposition eines Atlantikfluges.

 

Mammografiegesteuerte Zellentnahme
und präoperative Markierung

 

Mit dem zunehmenden Einsatz der Mammografie werden nicht tastbare kleinste abklärungsbedürftige Befunde entdeckt.

Rechnergesteuert kann gezielt ein kleiner Gewebezylinder gewonnen werden, der es erlaubt, eine histologische (feingewebliche) Diagnose zu stellen. Im Rahmen der präoperativen Markierung exzisionsbedürftiger Befunde wird eine Drahtmarkierung exakt in dem Herd verankert. Dies erlaubt dem Operateur das schnelle und sichere Auffinden der betroffenen Stelle.

 

Vorbereitung und Ablauf der Punktion
Vor dem Eingriff muß eine Gerinnungsstörung ausgeschlossen werden. Blutverdünnende Medikamente, wie z.B. Marcumar, sollen nach Absprache mit dem Arzt, zeitweise abgesetzt werden. Die Punktion wird in örtlicher Betäubung, im Sitzen, durchgeführt.

 

Ist mit Komplikationen und Nebenwirkungen zu rechnen?
Kein ärztlicher Eingriff ist völlig frei von Risiken. Auf mögliche Komplikationen, die trotz größter Sorgfalt in Einzelfällen auftreten können, sind wir vorbereitet und können direkt eingreifen. In seltenen Fällen sind es kleine Blutungen und Kollapszustände. Schmerzen werden durch eine örtliche Betäubung minimiert.

 

MR-Mammografie

 

Die Kontrastmittel-MRT ist das sensitivste Ergänzungsverfahren zur Mammografie. Neben der Sonografie ist die MRT das einzige radiologische Verfahren, welches ohne ionisierende Strahlen Bilder des Körpers zu erzeugen vermag.

 

Bester Zeitpunkt für die Untersuchung:
wie bei der konventionellen Radiologie sollte die Untersuchung möglichst in der zweiten Zykluswoche durchgeführt werden, es sollen keine Hormone (Gestagene) appliziert worden sein. Bei akutem Tumorverdacht lässt sich dies nicht immer durchhalten.

 

Indikation:


  • präoperative Diagnostik (multizentrische Karzinome)
  • postoperative Diagnostik (Narbe / Rezidiv). Postoperativ ist frühestens nach 6 Monaten, am besten jedoch nach 24 Monaten eine Untersuchung sinnvoll.
  • Diagnostik bei Prothesen/Implantaten

 

Keine Indikationen sind Mikrokalk, Inflammation, fraglicher Tastbefund, inkomplette Vordiagnostik (keine konventionelle Mammografie) und Verzicht auf Röntgenuntersuchung.

 

Was Sie vor der Untersuchung beachten sollten
Da es sich um eine Kontrastmitteluntersuchung mit sehr seltenen allergischen Überempfindlichkeitsreaktionen handelt, bei der ein paramagnetisches Kontrastmittel in eine Vene appliziert wird, sollten Sie mind. 2 Stunden vor der Untersuchung nichts essen und trinken. Wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen, künstliche Herzklappe und Endoprothesen haben oder unter Platzangst leiden, sagen Sie es uns vor der Untersuchung. Von einer evtl. Schwangerschaft muß der Arzt informiert werden. Falls Sie Voraufnahmen (Mammografie, Ultraschall) der Brust haben, bringen Sie diese mit.

 

Vorbereitung und Ablauf der Untersuchung
Ein Aufklärungsbogen, den Sie vor der Untersuchung ausfüllen sollten, hilft Ihnen die erste Basisinformation zu erhalten, um sich auf ein Gespräch mit dem Arzt zu vorbereiten. Das MRT-Gerät ähnelt einer nach beiden Seiten offenen Röhre. Durch die schnelle Änderung der Hochfrequenzimpulse entstehen während der Messungen laute Klopfgeräusche. Die Patientin wird in Bauchlage auf den Untersuchungstisch gelegt. Beide Brüste befinden sich dann in den Mulden der Brustspule. Es ist extrem wichtig, Bewegung der Brust während der Untersuchung zu vermeiden und gleichmäßige Atmung beizubehalten. Geringste Bewegung verursacht Bildstörungen und beeinflusst die Bildqualität und Beurteilung der Bilder. Während der Untersuchung hat der Arzt durch eine Sichtscheibe ständigen Blickkontakt zum Patienten.

 

Ist mit Komplikationen und Nebenwirkungen zu rechnen?
Bis jetzt wurden keine schädigenden Wirkungen der verwendeten hohen Magnetflussdichte (-feldstärke) und der elektromagnetischen Hochfrequenzfelder bekannt. Das MR-Kontrastmittel ist exzellent verträglich. Überempfindlichkeitsreaktionen sind wesentlich seltener als bei Röntgenkontrastmitteln. Falls Sie unter Platzangst leiden, kann Ihnen der Arzt ein leichtes Beruhigungsmittel applizieren. (Vorsicht danach im Straßenverkehr und bei Bedienen gefährlicher Maschinen !)

 

Sonografie

 

Der Ultraschall ist die derzeit wichtigste bildgebende Ergänzungsmethode in der Mammadiagnostik.

 

Indikation:

 

  • Zystendiagnostik
  • Beurteilung solider Läsionen, die in mammographisch dichtem Gewebe nicht abgrenzbar sind
  • Nachweis von Karzinomen in mammographisch dichtem Gewebe

 

Was ist jedoch zu beachten:
Die Sonografie ist in der Regel nur zusammen mit der Mammografie zu interpretieren. Bei mammografisch suspektem Befund kann der Verdacht auch durch ein sonografisch gutartiges Bild nicht widerlegt werden. Sonografisch oder mammografisch nicht typisch gutartige Befunde müssen weiterer Abklärung (z.B. MRT) zugeführt werden.

Diagnostische und interventionelle Radiologie

News

  • Infos für werdende Eltern Kreißsaal, Mutter-Kind-Station, Kinderzentrum: Der nächste Infoabend für werdende Mütter und Väter im WHO-Babyfreundlichen Klinikum Solingen findet am Montag, dem 26. Juni 2017, um 17:00 Uhr statt.
  • Forum Gesundheit Donnerstag, den 22. Juni, 18:00 Uhr: Experten aus den Bereichen Unfallchirurgie und Orthopädie klären Sie über Knochenbrüche im Alter und die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten an. Personalcafeteria, Anmeldung Tel.: 0212 547 0.
  • Ihre Spende hilft Besondere Kinder brauchen besondere Hilfe - dafür steht das Sozialpädiatrische Zentrum SPZ. Lernen Sie das vielfältige Angebot kennen und helfen Sie mit Ihrer Spende.
  • Angehörige pflegen... Wie das geht, das vermitteln die Trainerinnen der Familialen Pflege im neuen Kurs. Termine an den Montagen 31. Juni, 7. und 14. August, jeweils von 12:00 bis 15:00 Uhr. Anmeldung: familialepflege@klinikumsolingen.de

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