Onkologie / ambulante Chemotherapie

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) in Berlin erkranken jährlich etwa 338.300 Menschen (164.900 Männer, 173.400 Frauen) an Krebs. Unter Krebs werden alle bösartigen Neubildungen solider Organe sowie Lymphome und Leukämien verstanden. Die häufigsten Krebserkrankungen treten im Alter von über 60 Jahren auf. Die Entstehung einer Krebskrankheit beruht nicht auf einer einzigen Ursache, vielmehr spielen neben genetischer Veranlagung auch Umweltfaktoren, wie Rauchen, Überernährung, Alkohol, erhöhter Fettgehalt der Nahrung sowie giftige Stoffe am Arbeitsplatz eine Rolle.

Gastrointestinale Tumoren haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Bei Männern ist der Darmkrebs (Dickdarm und Mastdarm) mittlerweise nach Lungen- und Prostatakrebs die dritthäufigste Tumorart, bei Frauen nach Brustkrebs der zweithäufigste Tumor. Risikofaktoren für die Zunahme scheinen Ernährungsfaktoren zu sein. Das Vorkommen von Magenkrebs dagegen ist seltener geworden, er liegt an 5. Stelle der Tumorarten. Auch bei bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse und der Speiseröhre spielen die erhöhte Aufnahme von Fleisch und tierischem Fett eine Rolle, vor allem aber die Kombination von erhöhtem Alkoholkonsum und Zigarettenrauchen.

In unserer Klinik werden jedes Jahr sehr viele Patienten mit gastrointestinalen Tumoren behandelt. Ein Schwerpunkt hierbei sind interventionell endoskopische palliative Eingriffe am Verdauungstrakt, z. B. endoskopische Tumortherapie (EMR, Papillotomie), Stentimplantation bei Ösophagustumoren und  transhepatische Gallengangsprothesen bzw. Metallstents. Neben den genannten endoskopischen Maßnahmen wird eine große Zahl von zytostatischen Chemotherapien durchgeführt. Hierbei werden zellwachstumshemmende Medikamente zumeist intravenös verabreicht.

In Zusammenarbeit mit der Viszeralchirurigie unseres Hauses werden auch präoperative Chemotherapien  (z. B. Ösophagus- und Magentumoren) zur Tumorverkleinerung sowie postoperative Chemotherapien durchgeführt. Kombinierte Strahlen-Chemotherapien werden in Zusammenarbeit mit der Strahlentherapeutischen Praxis am Städtischen Klinikum durchgeführt. Auch bei bereits metastasierten Tumoren bestehen durch Verabreichung von Zytostatika gute Therapiemöglichkeiten. Es werden sowohl Mono- bzw. Kombinationschemotherapien nach neuesten Erkenntnissen durchgeführt. Das gegründete Darmzentrum wurde im Dezember 2010 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.

 

Weiterhin werden maligne Lymphome und Plasmozytome behandelt. Insbesondere maligne Lymphome haben in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. In der Therapie werden neben standardmäßigen Kombinationschemotherapien auch neuere Therapiekonzepte, wie die Gabe von monoklonalen Antikörpern eingesetzt.

Darüber hinaus werden unterstützende Maßnahmen, einschließlich Schmerztherapie sowie enterale bzw. parenterale Ernährung durchgeführt. An qualitätssichernden Maßnahmen finden wöchentlich Tumorkonferenzen (Tumorboard) und gastroenterologisch-visceralchirurgische Konferenzen statt.
Die zytostalischen Chemothemotherapienwerden nach stationärem Beginn ambulant in unserer onkologischen Ambulanz fortgeführt. Die entsprechende KV-Ermächtigung besitzt Frau Oberärztin Dr. med. Mechthild Langer. Vom Hausarzt ist eine Überweisung mitzubringen.

Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin

News

  • Infos für werdende Eltern Kreißsaal, Mutter-Kind-Station, Kinderzentrum: Der nächste Infoabend für werdende Mütter und Väter im WHO-Babyfreundlichen Klinikum Solingen findet am Montag, dem 26. Juni 2017, um 17:00 Uhr statt.
  • Forum Gesundheit Donnerstag, den 22. Juni, 18:00 Uhr: Experten aus den Bereichen Unfallchirurgie und Orthopädie klären Sie über Knochenbrüche im Alter und die aktuellen Behandlungsmöglichkeiten an. Personalcafeteria, Anmeldung Tel.: 0212 547 0.
  • Ihre Spende hilft Besondere Kinder brauchen besondere Hilfe - dafür steht das Sozialpädiatrische Zentrum SPZ. Lernen Sie das vielfältige Angebot kennen und helfen Sie mit Ihrer Spende.
  • Angehörige pflegen... Wie das geht, das vermitteln die Trainerinnen der Familialen Pflege im neuen Kurs. Termine an den Montagen 31. Juni, 7. und 14. August, jeweils von 12:00 bis 15:00 Uhr. Anmeldung: familialepflege@klinikumsolingen.de

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